Ratgeber für Betroffene und Angehörige

Rehabilitation

Ratgeber für Betroffene und Angehörige
 
 
Antragstellung auf eine Rehabilitation

Wenn Sie einen Antrag auf medizinische, soziale oder berufliche Rehabilitation stellen wollen, führt Ihr erster Weg zu Ihrem Hausarzt oder Facharzt. Dieser wird Ihnen beim Ausfüllen des Antrages helfen. Anhand seiner Diagnose wird der Bedarf einer Rehabilitation festgelegt. Er erstellt ein unterstützendes Gutachten, das dem Antrag beigefügt wird. Das Antragsformular erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Kostenträger. Diesen füllen Sie (mit Ihrem Arzt) aus und fügen die Selbstauskunft und das ärztliche Gutachten bei. Der Arzt sollte Ihren Antrag möglichst ausführlich begründen und dabei angeben, mit welchen konkreten Belastungen und Einschränkungen in Ihrem Alltag gemindert/gebessert werden sollen.

Antragstellung für eine Rehabilitation

Vor jeder Maßnahme der Rehabilitation muss die Antragstellung erfolgen. Hierbei gibt es eine Reihe von Faktoren zu beachten.

Wer hat Anspruch auf eine Rehabilitation?

Wann ist eine Antragstellung sinnvoll? Wenn die Leistungen der Behandlung durch Ärztinnen und Ärzte nicht mehr ausreichen, um eine Verbesserung der Funktionsstörungen herbeizuführen, kommt eine Antragstellung auf Rehabilitation infrage. Auch wenn die Erwerbsfähigkeit gefährdet ist oder z. B. ein Übergang in die Frührente abzuwenden ist, kann eine Rehabilitation sinnvoll sein. Die Antragstellung auf Rehabilitation ist auch dann möglich, wenn Störungen im Bereich der sozialen Beziehungen vorliegen, also etwa im Zusammenhang mit der Sozialkompetenz oder der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Der erste Weg zur Antragstellung führt immer zum Arzt

Vor der Antragstellung ist ein ausführliches Gespräch mit dem Hausarzt oder Facharzt unumgänglich. Der zuständige Arzt stellt die Notwendigkeit für die Rehabilitation fest und entscheidet auch, ob eine medizinische, eine soziale oder eine berufliche Rehabilitation angezeigt ist. Äußern Sie in diesem Gespräch genau Ihr Anliegen, schildern Sie detailliert Ihre Defizite: Mit welchen Verrichtungen des Alltags haben Sie Schwierigkeiten? Brauchen Sie Pflege? Liegt das Problem im Bewegungsapparat? Gibt es Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Menschen oder am Arbeitsplatz? Der Arzt verfasst einen Bericht, der der Antragstellung auf Rehabilitation beigefügt werden muss.

Wer ist der zuständige Kostenträger für meine Antragstellung?

Der Arzt wird bei der Antragstellung auf eine Rehabilitation wissen, wer als Kostenträger für Sie oder Ihren Angehörigen zuständig ist. Er wird ihnen auch beim Ausfüllen entsprechender Formulare behilflich sein können. Dieses Formular zur Antragstellung stellt Ihnen der Kostenträger zur Verfügung. Welcher Kostenträger bei der Antragstellung die Kosten für die Rehabilitation übernimmt, hängt von Ihrem Arbeitsverhältnis, Ihrer Lebenssituation und der Krankheitsursache ab. Hierfür kommen infrage:

  • Die deutschen Rentenversicherungen (ehemals BfA bzw. LVA, meist bei Erwerbstätigen)
  • Die gesetzlichen Krankenkassen (auch bei den meisten Rentnern, Erwerbslosen und Familienversicherten)
  • Die gesetzliche Unfallversicherung (falls Ihre Funktionsstörung Folge eines Unfalls ist)
  • Die Sozialämter (vor allem bei Empfängern von Hartz IV)
  • Die Kriegsopferfürsorge
  • Die Berufsgenossenschaften (wenn die Funktionsstörung auf eine Berufskrankheit, einen Arbeitsunfall oder einen Wegeunfall zurückgeht).

Aus welchen Bestandteilen besteht der Antrag zur Rehabilitation?

Bei der Antragstellung zur Rehabilitation reichen Sie folgende Unterlagen ein:

  • Ausgefülltes Antragsformular
  • Befürwortendes Gutachten Ihres behandelnden Arztes
  • Selbstauskunft (hier geben Sie meist an, welche gesundheitlichen Probleme Sie belasten oder einschränken, wie Ihre Arbeitssituation aussieht, welche Medikamente Sie einnehmen etc.)

Fedor Singer

10. Mai 2017
Jährlich am 31. Mai findet der Weltnichtrauchertag statt, um auf die Gefahren und Folgen des Rauchens aufmerksam zu machen.
  
29. Juli 2016
Der Welt-Nichtraucher-Tag wurde 1987 erstmalig veranstaltet. Seitdem findet er jedes Jahr am 31. Mai statt. In diesem Jahr ging es um die Verpackungen von Zigaretten und Drehtabak.
  
26. Januar 2016
Mit dem Rauchen aufzuhören, verbessert nicht nur die Lungenfunktion, sondern beugt zahlreichen Krankheiten (u. a. Herzinfarkt, Schlaganfall, Lungenkrebs) vor. Wer sich vornimmt, das Rauchen aufzugeben, sollte sich als Erstes einen festen Termin für den Rauchstopp setzen und zu diesem Datum alle Rauchutensilien wegwerfen.
  
20. Februar 2015
Es gibt eine Reihe von Irrtümern, die sich hartnäckig bezüglich einer Nikotinsucht oder der schädlichen Wirkung des Rauchens halten. An dieser Stelle sollen einige dieser Vorurteile richtig gestellt werden.
  
20. Februar 2015
Nikotinsucht: Der Weg zum endgültigen Nichtraucher ist ein langer Prozess. Häufig werden mehrere Anläufe benötigt, um den Weg tatsächlich zu schaffen. Rückfälle können also vorkommen und sind keine Schande, im Gegenteil.
  

Am Anfang der Rehabilitation stehen meist das Ausfüllen eines Anamnesebogens, einführende Gespräche mit den Ärzten und die Entwicklung eines konkreten Verlaufsplanes durch die Klinikleitung oder die Abteilungsleitung. Der ganzheitliche Ansatz umfasst medizinische, psychische und soziale Aspekte. Alle Einschränkungen, die der Patientin bzw. dem Patienten Schwierigkeiten bereiten, sollten beachtet werden. Zu den Therapiemöglichkeiten gehören z. B. Physiotherapie, Krankengymnastik etc. sowie psychologische Betreuung (Einzelgespräche, Gruppengespräche, Entspannungstherapien etc.).  Die Aufklärung des Patienten darüber, wie er seinen Gesundheitszustand verbessern kann, gehört ebenfalls zur Rehabilitation.

Rehabilitation Wunsch- und Wahlrecht

Sie können Ihr Wunsch- und Wahlrecht in Anspruch nehmen und Ihrem Kostenträger eine Wunschklinik benennen, wenn Sie bestimmte Aspekte beachten. Bedenken müssen Sie etwa die Kostenfrage, die medizinische Ausrichtung der Einrichtung und die Eignung der Einrichtung für Ihre spezifischen Leiden und Funktionsstörungen. Auch Ihr Alter und Ihre Lebensumstände müssen beachtet werden. Wenn Ihnen trotzdem eine andere Klinik zugewiesen wird, können Sie Widerspruch einlegen.

Nicht für jedes Krankheitsbild kommen eine ambulante oder stationäre Rehabilitation gleichermaßen infrage.

Rehabilitation dient der Wiederherstellung oder Stärkung von körperlichen, beruflichen oder sozialen Fähigkeiten. Es gibt drei Arten der Rehabilitation: Die medizinische Rehabilitation dient dazu, etwaige Behinderungen oder Pflegebedürftigkeit zu mildern, ihnen vorzubeugen oder ihre Verschlimmerung zu verhindern. Die berufliche Rehabilitation soll die Integration des betroffenen Menschen in den Beruf bzw. in das Arbeitsleben möglich machen. Die soziale Rehabilitation zielt auf die Teilhabe am sozialen Leben, am Leben in der Gesellschaft und in Gemeinschaften. Die Patienten sollen bei den Anforderungen des Alltags unterstützt und auf deren selbstständige Verrichtung vorbereitet werden. Am Ende der Rehabilitation soll die (erneute) Eingliederung in die soziale Umwelt stehen.